Seezunge 2020 (PC033)

Aus Froschs Hardware
Zur Navigation springenZur Suche springen

Konfiguration Oktober 2020

Gehäuse No-Name BigTower ATX
Netzteil Pro-V CWT 300ATX12
Mainboard Tekram P5MVP-A4
CPU AMD K6 II/350
RAM 1 x 256 MB SD-RAM
CD-ROM LG GCE-8400B
HDD Western Digital Caviar 22100, 2,1 GB
Grafikkarte NVIDIA Corporation NV17 [GeForce4 MX 440] (rev a3)
Netzwerkkarte Compex ReadyLink RL100ATX/PCI (ab 14.10.2020)
Monitor Hanns G HQ191D

History

28.09.2020 (Nicht) in die Röhre geguckt

Erstmal brauche ich ein Display. Einen Röhrenmonitor wollte ich jetzt nicht unbedingt nehmen, obwohl hier noch ein paar stehen, also schnappe ich mir ein 17"-Display von HP, das aber ein spezielles Stromkabel haben will. Der Stromeingang ist eine runde Buchse und hat, soweit ich das sehen kann, vier Pole. Meine Stromkabel-Kiste hat leider kein passendes Kabel parat. Aber da ist zum Glück noch ein Display Hanns G HQ191D, etwa 16", bei dem alles paßt. Damit beginnt die Suche nach einem geeigneten PC.

30.09.2020 Grundaufbau

Nach 3 Tagen mit diversen Tests mit anderen PCs wähle ich das BigTower-Gehäuse der ehemaligen seerose Athlon XP, aber ohne deren Mainboard – das hat nämlich hochgebogene Elko-Deckel. Das jetzige Mainboard mitsamt CPU stammt ursprünglich aus dem PC seebaer.

Mainboard ins Gehäuse eingebaut, 256 MB SD-RAM aus der RAM-Kiste drauf, scheint grundsätzlich zu funktionieren – will aber von keinem der vier getesteten CD-Laufwerke booten, auch nach IDE-Kabel-Wechsel nicht. Mir fällt allerdings auf, daß die Hälfte der Laufwerke gar nicht erst vom BIOS erkannt wird. Ich teste noch ein paar andere Mainboards, komme aber dann wieder auf das Tekram zurück, weil es eigentlich optimale Bedingungen für ein Test-System für ältere Hardware bietet. Nur booten will es nicht.

01.10.2020 Bootdiskette

Früher™ gab es mal die Möglichkeit, erst mit einer Diskette zu booten, die dem PC das mit dem Bootmedium erklärte, um dann von CD oder auch anderen Medien „richtig“ booten zu können. Damit fängt die große Online-Sucherei an. Nicht immer verständliche Beschreibungen und massenweise tote Links in über 15 Jahre alten Forenbeiträgen sind dabei nicht gerade hilfreich.

Schließlich finde ich einen Boot-Manager, der genau das leisten können sollte (und noch viel mehr): den [Plop Bootmanager]. Damit stehe ich aber schon vor dem nächsten Problem: Mein aktueller PC hat natürlich kein Diskettenlaufwerk mehr, genauso wie sein Vorgänger, der hier noch betriebsbereit daneben steht. Aber da war ja noch seeadler mit einem fertig installierten Debian Lenny und – einem Diskettenlaufwerk.

Ich ziehe die Kabel für Strom, Tastatur und VGA vom BigTower ab und schließe seeadler daran an. Eine leere Diskette ist schnell gefunden. Dann boote ich den Compaq, ändere seine Netzwerk-Konfiguration, so daß er sich ins LAN einklinken kann, und versuche, ihn per ssh mit seewasser zu verbinden. Geht nicht, sagt er.

Dann eben umgekehrt: Ich baue eine Verbindung von [seewasser (PC031)|seewasser]] zum seeadler auf. Nö, sagt mein ssh-Client, da antwortet nix auf Port 22. ps -fax | grep ssh auf seeadler verrät mir dann auch, warum: Es läuft kein sshd. Ich finde auch keinen in /etc/init.d, er ist also einfach gar nicht installiert. Zwar kann ich ins Internet, aber die konfigurierten Sourcen für die Debian-Pakete für Lenny gibt es nicht mehr.

Ja egal, dann eben anders: wget ist vorhanden, also ziehe ich das Paket mit dem Bootmanager direkt nochmal von der Website, ist ja nicht groß. Damit ist es aber nicht getan: Das Paket ist mit zip gepackt. Was ist auf seeadler nicht installiert? Ja genau, unzip. Offenbar war das nur eine absolute Basis-Installation gewesen.

Es wird nochmal umständlich. Nach einer Suche finde ich eine passende Version auf [snapshot.debian.org] und hole die mit wget, um sie dann mit dpkg -i zu installieren. Damit kann ich das Paket auspacken. Wenigstens muß ich dann nicht auch noch dd nachziehen, denn das ist installiert. Damit packe ich das entsprechende Binary auf die Diskette. Dabei gibt es zwar zwei Fehlermeldungen wegen CRC-Checksummen, aber ich kann die Diskette mounten und einwandfrei einlesen. Also fahre ich den Compaq runter, baue ihn ab und stecke die Kabel wieder in den BigTower – und die Diskette in dessen Diskettenlaufwerk.

Allerdings ist dieses Laufwerk noch nicht angeschlossen. Ich muß also erst noch ein FDD-Kabel suchen. Aufgrund der abendlichen Lichtverhältnisse schaffe ich es aber nicht, das Kabel ans Laufwerk zu pfriemeln, und mache erstmal Feierabend.

02.10.2020 Leere BIOS-Batterie

Das Kabel ist – nachdem ich noch ein paarmal suchen mußte, weil Floppy-Kabel nicht gleich Floppy-Kabel ist, wäre ja zu einfach – am Floppy-Laufwerk angebracht und ich starte neu. Dabei muß ich natürlich wieder ins BIOS, um die Boot-Reihenfolge umzustellen, damit vom Diskettenlaufwerk gebootet wird. Und dabei sehe ich – das muß mir wohl beim letzten Mal durchgerutscht sein –, daß bei der Boot-Reihenfolge auch ein CD-ROM vorgesehen ist.

Die Boot-Reihenfolge zu ändern, nützt mir allerdings nichts. Die BIOS-Batterie ist nämlich so dermaßen leer, daß die Einstellungen nicht mal bis nach einem Reboot reichen. Ich muß also erstmal BIOS-Batterien bestellen.

08.10.2020 Booten von CD-ROM

Mit einer neuen BIOS-Batterie kann der PC jetzt von CD-Rom booten. Aber erstmal muß ich eins finden.

Von mehreren getesteten optische Laufwerken werden zwei gar nicht erkannt; da ist wohl die Elektronik tot. Drei werden zwar beim Booten erkannt, aber der Motor läuft nicht an. Erst gegen Abend finde ich ein voll funktionsfähiges Gerät, das LG GCE-8400B.

10.10.2020 Erste Plattentests

badblock -w nacheinander über drei Festplatten laufen gelassen, davon eine 160-GB-HDD über Nacht.

11.10.2020 Weitere Plattentests

Die fertig geprüfte 160-GB-HDD abgeklemmt. Weitere kleinere Festplatten durchgetestet. Eine davon nach erfolgreichem badblocks-Test partitioniert, formatiert und ins Gehäuse geschraubt für genauere Daten von getesteten Platten, die ich nicht vom anderen PC aus abschreiben kann – es gibt noch keine Netzwerkverbindung.

Abends die nächste 160-GB-HDD für über Nacht angeklemmt, Basisdaten abgefragt (hdparm, smartctl) und badblocks -w gestartet.

12.10.2020 Verkürzter badblocks-Test und ein Handbuch

Weitere Festplatten getestet, dabei mit badblocks -v -t 0 -w auf einen einzelnen Durchlauf (mit pattern 0x00) auf ¼ der Zeit verkürzt.

Handbuch für das Tekram-Mainboard gesucht und (vermutlich) gefunden; vermutlich, weil das Handbuch keinerlei Hinweise liefert, für welches Mainboard welcher Marke es vorgesehen ist. Das Layout stimmt allerdings überein, ebenso das Baujahr.

14.10.2020 Jetzt mit Netz

Nachdem eine RTL8139C sich nicht erkennen lassen wollte, hat der PC jetzt eine funktionierende PCI-Netzwerkkarte von Compex. Damit Daten von außerhalb abgeholt werden können, muß jeweils der sshd gestartet und ein User angelegt werden.

16.10.2020 40-GB-Grenze bei IDE-Platten

Es stellte sich heraus, daß das BIOS keine IDE-Platten mit der Kapazität 40 GB erkennen wollte. Umgejumpert auf „32 GB Clip“ wird eine zwar erkannt, aber dafür nicht dem Betriebssystem gemeldet: Linux sagt, an /dev/sdb befindet sich kein Gerät. Größere Platten werden wiederum anstandslos erkannt und können in voller Größe genutzt werden. Die insgesamt 12 betroffenen Platten lege ich zum Testen an einem anderen Mainboard beiseite.